Seventh-Day Adventist Church

Adventgemeinde Greiz

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Angedacht

Liebe Glaubensgeschwister und Freunde der Adventgemeinde!

zwei Wahlen werden uns im Mai bestimmen. Eine hat Auswirkungen auf ganz Europa. Die andere prägt das Miteinander und die Werte unserer Kirche, besonders hier in Mitteldeutschland.

Soweit die Einflussmöglichkeiten derer auseinanderliegen, die zur Wahl stehen, so nah sind sich bei beiden Entscheidungen doch die Interessen und Werte der Menschen, die wählen können. Was für Leiter sollen es richten? Wählen wir uns Menschen, die vor allem unserem Sicherheitsbedürfnis dienen, die rasante Veränderungen durch (kirchen)politischen Macht ausbremsen und in gewisser Weise das Bestehende stabilisieren? Oder geben wir Menschen ein Mandat, die sich den Veränderungen in der Art stellen, dass sie aufnehmen, was geschieht, Neues gestalten, die Zunahme an Wissen und damit Verstehen fördern und die Rahmenbedingungen entsprechend anpassen helfen.

Der Apostel Paulus weiß, dass es nur einer Persönlichkeit möglich ist, alle Interessen zu vereinen und ausreichend zu bedienen: Jesus Christus, Gott, der über einen Reichtum verfügt, von dem alle Geschöpfe profitieren – gleich, woher sie kommen und wohin sie wollen – „…es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen“ (Röm 10,9-13).

Wahlvolk ist unstet in seiner Meinung, schnell ändert es sie. Erwartet es doch, dass die, denen Macht gegeben ist, für die Interessen der Wählerinnen und Wähler arbeitet. Wie schnell werden kindliche Anwandlungen geäußert, wo Erwachsene doch wissen sollten, dass kein Mensch alles schaffen und es allen Recht machen kann. Leben ist Geben und Nehmen. Deswegen sorgen gute Leiterinnen und Leiter für den Interessenausgleich. Deswegen unterstützen kluge Leute solche, die auf Ausgleich, Zukunft und Balance aus sind. Je mehr Raum Gottes Geist in einzelnen Menschen hat, desto besser werden viele ihren Beitrag zum gelingenden Miteinander leisten, desto bewusster werden Leiterinnen und Leiter erkennen, dass es Sinn macht, dem Guten zu dienen. Nach Paulus ist das ein hohes Gut, auf das alle achten sollten, denen Macht verliehen ist (Röm 13,3) – in der Gesellschaft genauso, wie in der Kirche. In diesem Sinn wünsche ich uns weise Wahlentscheidungen.
Euer Harald Gäbel